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Deutsch

Mit dem Beginn des Schuljahres 2006/2007 traten die neuen Kerncurricula Deutsch für die Klassenstufen 5 bis 8 in Kraft. Für die Jahrgänge 9 und 10 sind die Spiralcurricula ab 2007 bzw. ab 2008 gültig. Die niedersächsischen Kerncurricula Deutsch greifen die Strukturen der Bildungsstandards der KMK auf und formulieren die verbindlich erwarteten Lernergebnisse als qualitative Ausprägung von zu erreichenden Kompetenzen. Standards sind damit ausschließlich auf Lernergebnisse ausgerichtet, die anspruchsvolle Lernprozesse voraussetzen. Die Fachgruppe Deutsch der St. Ursula-Schule hat für die Organisation dieser Lernprozesse ein für alle verbindliches schuleigenes Curriculum konzipiert, das nicht als Endprodukt zu verstehen ist, sondern die Evaluation und Kooperation der Fachgruppe voraussetzt. Erarbeitet wurde eine Synopse der Kerncurricula mit dem „Deutschbuch“ (neue Ausgabe) von Cornelsen.

Die vier Kompetenzbereiche unterteilen sich wie folgt:

  • Sprechen und Zuhören
  • Schreiben
  • Lesen - mit Texten und Medien umgehen
  • Sprache und Sprachgebrauch untersuchen


Besonderen Wert legt unsere Fachgruppe auf die Integration aller Bereiche, denn Unterricht kann nur gelingen, wenn den Interdependenzen der Kompetenzbereiche Rechnung getragen wird. Eine übergreifende kommunikative Kompetenz zu erwerben ist wesentliches Ziel unseres Unterrichts.

Der Unterricht in der Sek II folgt den fachbezogenen Hinweisen des Niedersächsischen Kultusministeriums. Ausgehend von den Ergebnissen der Pisa-Studie, die verdeutlicht, dass zu viel Stoff zu oberflächlich bearbeitet und nicht genug verinnerlicht wird, verfolgen wir die Idee, die Auseinandersetzung der Lernenden mit dem Stoff durch Übertragung von Lehrfunktionen an sie zu intensivieren, da Lernen durch Lehren als lernintensive Methode unseres Erachtens stärker in den Mittelpunkt rücken sollte, wo immer dies praktikabel erscheint. Zur Implementierung handlungsorientierter Unterrichtskonzepte berücksichtigen wir das Methodentraining nach Heinz Klippert sowohl in der Sek I wie in der Sek II.

Im Unterricht der Qualifikationsphase versuchen wir insbesondere die uns vorgegebenen thematischen Schwerpunkte in epochale Zusammenhänge zu stellen und die Gegenwartsliteratur dabei einzubeziehen. Der kritischen Reflexion über Sprache gilt unser besonderes Interesse. Wir möchten im Deutschunterricht die Fähigkeit fördern, Sprache als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit zu nutzen. Wir beabsichtigen die Lernenden zur Kreativität anzuregen und ihre Kritik und Urteilsfähigkeit im Umgang mit Sprache, Literatur und Medien zu stärken und sie zur aktiven Teilhabe am kulturellen Leben zu befähigen. Wir berücksichtigen Gelegenheiten zu projektorientiertem oder fächerübergreifendem Arbeiten und beziehen andere Lernorte ein (z.B. Theater, Museum, Bibliothek, Autorenlesung, Studienfahrten). Neben dem Unterricht geben unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften (z. B. Schreibwerkstatt, Rampenlicht, Chor, darstellendes Spiel, Theater) den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, einen Beitrag zur Schulkultur zu leisten, indem sie eigene Produktionen präsentieren. Wettbewerbe (Lese- und Schreibwettbewerbe) geben darüber hinaus die Möglichkeit, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen.


Monika Görlich
Fachobfrau für Deutsch