Straßenkinderhilfe in Recife

Vorwürfe gegen Pfarrer Benedikt Lennartz, Brasilien


Mit dem anliegenden Schreiben vom 15.04.2010 (LINK) informiert das Bischöfliche Generalvikariat Hildesheim über die Vorwürfe, die gegen Pater Benedikt Lennartz erhoben werden. Das Straßenkinderprojekt, das der ehemalige Schüler unserer Schule in Recife/Brasilien ins Leben gerufen und betreut hat, wird seit Jahren von uns unterstützt. Aufgrund des juristischen Verfahrens hat das Kindermissionswerk die Zahlungen für das Straßenprojekt aussetzen müssen. In der Erwartung von positiven Stellungnahmen der brasilianischen Bischöfe hoffen wir jedoch, dass die finanziellen Hilfen sobald wie möglich fortgesetzt werden, um das Straßenkinderprojekt nicht zu gefährden.


Wir sind bestürzt über die Vorwürfe, glauben aber aufgrund der persönlichen Begegnung und Berichterstattung an Pater Lennartz' Integrität. Wir werden deshalb auch weiterhin zu Pater Lennartz stehen, vor allem weil 
Herr Pater Lennartz in einer ausführlichen Stellungnahme glaubhaft versichert, dass er unschuldig ist, und besonders in diesem Fall bei den undurchsichtigen sozialen Strukturen und Arbeitsbedingungen bis zum richterlichen Urteil die Unschuldsvermutung gelten und vor einer Vorverurteilung, die ehrverletzend ist, gewarnt werden muss.


Die Presseartikel der HAZ vom 16. und 17.04.2010 (LINK) stellen u.E. die Situation ausgewogen dar und machen auch die Zweifel an den Vorwürfen deutlich. Gemäß dem altrömischen Rechtsgrundsatz "et altera pars" (und auch die andere Seite hören) wird vor allem im 2. Bericht vom 17.04. auch die Stellungnahme von Pater Lennartz aufgenommen.               Ewald Wirth

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Pater Benedikt Lennartz hat Mitte der 90er Jahre in Recife die "Comunidade Vida Nova" gegründet, ein Haus, in dem Straßenkinder aufgenommen werden, leben und lernen können. Inzwischen ist dieser Gesellschaft ein weiteres Haus in Arapiraka hinzugekommen. In dieser ländlichen Region Brasiliens lernen ebenfalls ehemalige Straßenkinder ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft zu verdienen. Darüber hinaus sind diese Häuser Zentren auch für die Familien der Umgebung, die dort Hilfe zur Selbsthilfe und auch Überbrückungshilfen bekommen können. Was alles von Pater Benedikt auf den Weg gebracht wurde, lässt sich immer wieder aktuell nachlesen unter www.padre-bene.de

 

 

 

Besuche in der St. Ursula-Schule

Alle 2 bis 3 Jahre besucht Pater Benedikt die St. Ursula-Schule, seine Schule, denn hier hat er 1989 Abitur gemacht. Dann berichtet er von seiner Arbeit und hautnah kann man erfahren, wie groß das Elend der Straßenkinder in Brasilien ist, und dass auch kleine Spenden einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung seiner Arbeit leisten.

Unsere Verbundenheit mit ihm und seiner Straßenkinderhilfe rührt noch aus seiner Schulzeit bei uns. Seine ehemalige Lehrerin Elisabeth Kellner, die inzwischen im Ruhestand ist, hat regelmäßige Kuchen- und Keksbackaktionen ins Leben gerufen, deren Erlös den Straßenindern zugute kam und kommt. In dieser Tradition backen immer wieder verschiedene Klassen zugunsten der Straßenkinder, aber auch andere Benefizaktionen finden statt.

Eine besondere Spende hat der Abiturjahrgang 2008 getätigt: den Überschuss aus verschiedenen Abiparties in Höhe von 1000 € haben sie für die Straßenkinder gespendet (siehe auch Jahresbericht 2008/09). 

Aktionen-Aktionen-Aktionen

Am Ursula-Tag, 21.10.09, hat die Klasse 8c eifrig zu Hause gebackene Muffins verkauft und damit 120,56 EURO für die Straßenkinder erwirtschaftet.

Wie man sieht, wurde auch viel Mühe in Werbung gesteckt. Und die Vielfalt der leckeren Muffins ließ die Wahl sehr schwer fallen! 

Auch im Lehrerzimmer fanden die Muffins reißenden Absatz, und so mancher fragte nach Rezepten. Die haben die Schüler der 8c aber bislang nicht verraten. Da backen sie vielleicht lieber noch einmal für diesen guten Zweck!

 

 

 

Kontaktpflege mit Recife und Ansprechpartnerin ist D. Zimmermann